Muttersein – Seite an Seite

Es ist Abend in Berlin, oder München, oder Köln-Ehrendfeld, oder einem kleinen Dorf in Thüringen. Eine Mutter, die Stefanie heißt, bringt ihre beiden Töchter ins Bett. Lina ist 7, Charlotta ist 4 Jahre alt. Sie gibt ihnen einen Kuss und das große Mädchen fragt: “Mama, warum atmest Du zwischendurch so schwer?” “Ich denke, dass heute Nacht oder morgen früh unser neues Baby auf die Welt kommen will”, sagt die Mutter und lächelt wissend und liebevoll vor sich hin.

“Ihr dürft nicht vergessen mich wach zu machen. Sag das auch Papa, ja?” Während Charlotta schon eingeschlafen ist, kann Lina es nun kaum erwarten bei der Geburt ihres kleinen Geschwisters dabei zu sein. Die Mutter geht zurück ins Wohnzimmer, wo ihr Mann Paolo gerade einen warmen Tee mit Milch und Honig neben die kleine Kerze auf den Tisch gestellt hat. Genau so, wie sie es mag. “Fehlt uns noch etwas?” fragt der junge Mann, der kurz davor ist zum dritten Mal Papa zu werden. “Noch eine Flasche Zitronenlimonade hätte ich sehr gerne. Weisst Du noch, wie gut mir das getan hat bei der Geburt von Lina? Diese eiskalte Limonade zu trinken zwischen den Wehen.”

Der Vater verlässt leise das Haus um die Limonade, ein frisches Huhn für die Suppe und eine kleine Torte zu besorgen. Stefanie ist sich nun sicher, dass die Geburt begonnen hat. Sie ruft ihre Hebamme und ihrer jüngere Schwester an. Sie wissen nun Bescheid, dass sie sich später in der Nacht auf den Weg machen werden um das neue Familienmitglied zu begrüßen und um die Mutter zu unterstützen, wenn sie Hilfe und Zuspruch benötigt.

Als Katharina später im Auto sitzt und durch die ganz frühen Morgenstunden zu ihrer älteren Schwester fährt, hat auch sie dieses Lächeln der freudigen Erwartung im Gesicht. Zum dritten Mal darf sie dabei sein, wenn sie Tante wird. Ob sie diesmal einen kleinen Neffen begrüßen wird? Oder noch ein kleines Mädchen? Katharina ist 22 und wer ihr begegnet, steht eines sehr selbstbewussten jungen Frau gegenüber, die in ihrem Körper sehr zu Hause ist und die gelernt hat, dass sie bald ebenso kraftvoll wie ihre Schwester die Zeit von Schwangerschaft und Geburt erleben darf. Doch noch ist es nicht so weit. Heute darf sie erst einmal wieder mit begleiten, beobachten, lernen und feiern. Und sich dabei mit um Lina kümmern, die zum ersten Mal mit dabei sein darf.

“Um 6.00 morgens, als die Mama einmal besonders laut geatmet hat, da ist mein kleiner Bruder geboren.” wird Lina drei Tage später in der Schule erzählen. Carola, die Hebamme ihrer Mama ist heute mit im Unterricht und Lina darf mit helfen, den Mitschülern davon zu erzählen, wie ein Kind auf die Welt kommt.

Weil das eine ganz normale Sache ist und trotzdem jedes Mal die Welt für einen Moment den Atem anhält, die Zeit still zu stehen scheint und dann das Wunder des Lebens Wirklichkeit geworden ist. Stefanie genießt nun in den kommenden 8 Wochen die Zeit mit ihrem Baby und kann sich ganz darauf konzentrieren es kennen zu lernen. Carola kommt nach Bedarf und schaut nach Mutter und Kind und wie die Familie sich neu zusammen findet. Sie liebt diese Arbeit und freut sich, dass sie damit so gutes Geld verdient, dass sie ausreichend Pausen im Jahr einlegen kann um immer wieder frisch und erholt für die Frauen da zu sein.

Paolo ist in der gesamten Wochenbettzeit zu Hause und kümmert sich vor allem um die beiden Mädchen. Abends wiegt er seinen Sohn, wenn Stefanie für eine halbe Stunde in der Badewanne abtaucht und entspannt. Zwei Nachbarinnen, deren Kinder schon groß sind, genießen es so nah dabei sein zu dürfen, wenn eine junge Familie wächst. Frau Vogel kümmert sich um die Wäsche und Frau Klein, die von den Kindern liebevoll “Klimperklein” genannt wird, bringt Mittags ein warmes Essen und nimmt sich an zwei Nachmittagen Zeit um Lina das Stricken beizubringen. Sie möchte unbedingt ein kleines Schnuffeltuch für den Bruder selber machen. Der heißt übrigens Peter und ist im Wohnzimmer in einem großen aufblasbaren Wasserbecken bei sanft rosafarbenen Licht in die Hände seiner starken Mama und mitten hinein in den Schoß seiner Familie geboren. Seine Schwester Charlotta kam kurz nach seiner Ankunft dazu und rieb sich erst mal die Augen und kuschelte sich in Papas Schoss um den neuen kleinen Bruder aus der Ferne zu betrachten.

Eine kleine fiktive Geschichte, die sich so tausendfach an jedem Tag und in jeder Nacht in vielen Städten und kleinen Dörfern der Republik wiederholen kann. Wenn es einmal nicht so glatt läuft, wie bei Stefanies Geburten, ist eine flächendeckende Versorgung gewährleistet und Mutter und Kind können rasch die medizinische Hilfe bekommen, die sie benötigen. DAS ist der große Vorteil, den unser Land zu bieten hat. Von den Bedingungen her leben wir im hygienisch-klinischen Paradies. Es gibt alle, wirklich alle Möglichkeiten sollte man sie denn benötigen. Was jetzt gerade passiert ist, dass jeder Frau alle erdenklichen Möglichkeiten prophylaktisch übergestülpt werden, egal ob sie sie benötigt oder nicht.

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Es ist Zeit aufzuwachen und etwas Altes neu zurück zu erobern. Weil die Kraft in Dir ist….

 

(Die beiden Frauen auf dem Bild haben nichts mit meiner erdachten Geschichte zu tun. Ich durfte sie im vergangenen Sommer beim Umweltfestival am Brandenburger Tor für meinen Blog fotografieren, weil sie es toll fanden, dass ich über natürliche Schwangerschaft und Eternsein schreibe. Nochmals danke an Euch!)

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Der gestiefelte Kater unterwegs – wie der Kleinste die Stadt kennen lernt

Kurz nach seinem Geburtstag hat unser Kleinster im vergangenen Herbst das Laufen gelernt. Fröhlich und so weit ihn seine Füßchen tragen erkundet er seitdem das Kopfsteinpflaster unserer Stadt, genauso wie Gras, Matsch und Kletterbalken. Da Barfuß laufen in dieser Jahreszeit nicht so praktikabel ist, suchten wir nach einer Alternative für unseren kleinen Entdecker. Die kleinen Kinderfüße sollten gut geschützt, warm verpackt und trotzdem in ihrer Bewegung nicht durch feste Sohlen eingeschränkt werden.

Bei der kanadischen Firma Stonz fanden wir, was wir suchten. Super gemütliche und wasserdichte Booties ohne feste Sohle mit warmen Kuschelflies-Innenschuhen für besonders kalte Tage. Vom ersten Moment an heiß geliebt und auch jetzt für den bald beginnenden Frühling unser Schuhfavorit für Nikolas.

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Die Booties ermöglichen eine gute Bodenhaftung im wahrsten Sinne des Wortes und das Gefühl für die Beschaffenheit der verschiedenen Untergründe geht auch im Winter nicht verloren. Schade eigentlich, dass es die gemütlichen Stiefel nur in Größen bis 2,5Jahre gibt. Unsere Großen versuchen regelmäßig ihre Füße hinein zu bekommen um wenigstens auf Zehenspitzen damit herum zu hüpfen.

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Und weil auch der Frühling oft noch ganz schön matschig und nass ist, dürfen uns diese Schuhe noch eine Weile begleiten, bis sie in die Sommerpause gehen.

Die Firma Stonz bemüht sich um Nachhaltigkeit und um ständige Produktverbesserung. Die verschiedenen Designs finde ich sehr gelungen. Sehr süße Motive, die die Kinder mögen, aber die kein bisschen kitschig wirken. Bei der Größenauswahl kann man sich wirklich gut an den Altersangaben orientieren. Der Service ist klasse und es wird sehr schnell geliefert. Für die großen gibt es zwar keine Booties, dafür werden wir im Sommer die schönen schlichten Gummistiefel testen.

Sich wieder finden – wie wir uns für die Waldorfschule und den Kindergarten entschieden haben

Im Kindergarten standen bis gestern noch Maria und Josef im Fenster. Anders, als es heutzutage meist gefeiert wird, dauert die christliche Weihnachtszeit ja eigentlich bis zum 3. Februar an. Es hat sich vieles in die Adventszeit verschoben, die im Ursprung eher eine sehr besinnliche Fastenzeit war. Das wissen viele gar nicht mehr, weil wir ja ab September Printen und Dominosteine kaufen und pünktlich zum ersten Advent dekoriert haben. Meine Mama erzählt oft, dass es früher eigentlich nur einen Adventskranz und hier und da einen Stern in der Vorweihnachtszeit gab. Richtig festlich wurde es dann erst an Weihnachten. Auch die gebackenen Plätzchen wurden bis dahin nicht angerührt. Ich möchte auch keinen nadelnden Baum bis in den Februar hinein stehen haben, aber dennoch habe ich mich in diesem Jahr immer wieder bewusst an die besondere und heilige Zeit erinnern lassen, wenn ich den kleinen Engel im Fenster stehen sah. IMG_7215

Mit dem Dreikönigspiel wird im Waldorfkindergarten die Weihnachtszeit abgeschlossen. Obwohl unser Jakob erst seit zwei Wochen dort ist, durfte er einen Stern tragen und es war schön zu sehen, wie sehr er sich über diese wichtige Aufgabe gefreut hat.IMG_7216

Schon länger wollte ich darüber schreiben, wie und warum wir die Entscheidung für Waldorfpädagogik in unserer Familie getroffen haben. Mit vielen Ansätzen und Materialien bin ich selbst aufgewachsen. Wenn ich mich an meine frühe Kindheit in unserem kuscheligen kleinen Haus im Kölner Umland erinnere, dann denke ich an Ostmeier-Tiere, meine große Holzwindmühle, Hüttenschuhe, Knetbienenwachs dieses harte Zeug, das nie weich werden wollte und sich auch nicht durch die Knetpresse quetschen lies  und Kerzentropfen. Wir haben Mehl gemahlen und Kullerwichtel gebastelt und hatten Strohhalme aus STROH! Und Schaffelle – überall Schaffelle… Wir hatten Wollstulpen, dicker als die eigenen Waden und wir machten Musik auf Flöte und Glockenspiel.Hach, das war so herrlich – mir geht das Herz auf, wenn ich das schreibe.  Meine Eltern und insbesondere meine Mutter wussten schon warum sie es machten wie sie es machten. Doch das war mir ja damals nicht so klar.

Ich habe mir an vielen Tagen Filzstifte gewünscht. Einen dicken pinken Filzstift, der so doll nass malt, dass sich das Papier kräuselt. aber wir hatten eben Stockmar-Wachser. Heute bin ich diejenige, die versucht das Kinderzimmer immer wieder ein bisschen “einfacher” zu machen. Was hätte ich gegeben für einen kleinen Rollstempel als Kind oder einen Glitzerstift. So was waren echte Raritäten. Ich sammle solche Dinge manchmal aus einem Bettbezug, (natürlich nachdem der Farbaustausch zwischen Rollstempel und Bezug erfolgt ist). Glitzerstifte finden sich vorzugsweise zerknirscht unter einem Stuhlbein. Kann sein, dass der Verlust wochenlang nicht bemerkt wird, weil es noch so viel artverwandtes gibt.

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Im September des vergangenen Jahres machte unser Schulmädchen mit aller Kraft darauf aufmerksam, dass sie in der Regelschule die sich bis dahin besuchte, sehr sehr unglücklich ist. Schon im Verlauf des ersten Schuljahres hat sie sich sehr schwer getan, sich an den Schulalltag anzupassen. Denn so ist es leider. Es wird erwartet, dass kleine Kinder, zum Teil noch nicht einmal sechs Jahre alt, sich einfügen in ein Lernsystem das wenig bis gar keinen Raum für ihre Talente, Vorlieben und kreativen Ideen vorsieht. Wir konnten dabei zusehen, wie Tag für Tag das Strahlen in ihrem Gesicht weniger wurde. Sie wirkte müde matt und leer. Es tat mir im Herzen weh das mitzuerleben und ich konnte sie voll und ganz verstehen. Ich wusste, dass wir eine rasche Lösung brauchen, bevor sie ganz die Freude am Lernen und ihren Wissensdurst verliert. Es ging dann glücklicherweise alles ganz schnell. Wir fanden eine freie Waldorfschule, die uns kurzfristig eine Probewoche für Viktoria anbieten konnte. Nach dem ersten Tag war für unsere Große klar: “Hier bleibe ich!” So zog dann Stück für Stück ein ganz neues “Schulgefühl” in unseren Familienalltag ein. Wir haben uns eine Schule ausgesucht, die insgesamt sehr offen und mit viel Lehrer- und Elterninitiative ein Modell lebt, dass nicht allzu “ver-steinert” um jeden Preis funktioniert. Darüber bin ich sehr froh, denn das Schulkonzept passt so wie es ist sehr gut zu uns und unserem Familienleben. Viktoria fand sehr schnell Anschluss in ihrer neuen Klasse und geht mit den Freundinnen aus ihrer alten Klasse zum Ballettunterricht. Sie hat in jeder Hinsicht etwas Gutes dazu gewonnen und auch für uns hat ein spannender Lernprozess begonnen, da vieles aus dem Schulleben den Weg zu uns nach Hause findet. Unser großes Mädchen hat seitdem einen riesigen Entwicklungssprung gemacht und es kehrte eine spürbare Gelassenheit rund um dieses ganze Schulthema bei uns ein.

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Seit nun auch unser Junge den Kindergarten gewechselt hat, ist es noch harmonischer zu Hause geworden. Es scheint, als haben nun alle ihren Platz gefunden, von dem aus wir miteinander und aneinander wachsen können. Es tut so gut…

Vertrauensvoll in die Schwangerschaft – Tipps für einen guten Start in die Dreisamkeit

Der Weg in eine unbeschwerte Schwangerschaft beginnt mit viel Gelassenheit und Vertrauen. Sieht man sich durch die eigene biologische Uhr unter Druck gesetzt, reicht dies oft schon aus um den Hormonhaushalt empfindlich aus dem Gleichgewicht zu bringen.

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Der richtige Zeitpunkt liegt vermutlich irgendwo zwischen “Überraschungskind” und “perfekt geplant”. Die Schwangerschaft aus heiterem Himmel verläuft insbesondere für die Mutter sicherlich entspannter, wenn sie sich in einer intakten Beziehung befindet und wenn mit der Geburt des Kindes keine existentiellen Sorgen verbunden sind. Stimmen die “äußeren Umstände” d.h. beide Eltern fühlen sich im Grunde ihres Herzens bereit ein Kind zu empfangen, wird auch bei einer ungeplanten Schwangerschaft bald die Vorfreude überwiegen. Besteht hingegen über einen längeren Zeitraum ein einseitiger Kinderwunsch bei einem der Partner wogegen sich der andere noch gar nicht bereit fühlt, belastet dies bald die Beziehung dauerhaft, wenn kein gemeinsamer Lösungsweg gefunden wird. Manchmal nehmen Frauen die Entscheidung für ein Kind allein in die Hand, wenn der Partner nicht mitzieht. Durch einen solchen Alleingang können Konfliktherde an der Beziehungsbasis entstehen, die nicht absehbare Folgen in sich tragen. Nicht zuletzt belastet die Frau sich selbst und eventuell auch das Kind mit einem ewigen Geheimnis oder die Beziehung der Eltern muss zum gegebenen Zeitpunkt einen großen Vertrauensbruch hinnehmen und überwinden.

In einer gleichberechtigten Beziehung werden beide Partner offen über ihre Wünsche und Pläne sprechen und gegebenenfalls auch offen diskutieren und unterschiedliche Standpunkte austauschen.

Bei den gemeinsamen Überlegungen zum Thema Familienplanung können Eure persönlichen Antworten auf die folgenden Fragen hilfreich sein:

 

Wo sehen wir uns in einem Jahr?

 

Was sind unsere Ziele für die nächsten fünf Jahre?

 

Was bin ich bereit zugunsten eines Kindes (vorübergehend)aufzugeben?

Z.B: Platz in der Wohnung, ein zeitaufwändiges Hobby…

 

Wie können wir uns in den ersten drei Jahren mit Kind gegenseitig besonders unterstützen? (Elternzeit, Teilzeit, Umverteilung von Aufgaben)

 

 

Schließlich ist der Austausch über die eigene Kindheit eine sehr schöne Möglichkeit gemeinsame Erziehungsziele zu entdecken und den Partner noch besser kennen zu lernen. Denn auch wenn ihr einander noch so gut zu kennen glaubt und Euch perfekt auf das Eltern-sein vorbereitet, werdet ihr Situationen erleben, in denen ihr an Eure Grenzen kommt. Eine unbedachte Bemerkung des Partners im Streit kann Emotionen aus der eigenen Kindheit wachrufen. Mit einem eigenen Kind wird auch das eigene “innere Kind” wieder empfindsamer. Je mehr ihr über die prägenden Kindheitserlebnisse des anderen wisst, umso leichter fällt es Euch später überschießende Gefühlsreaktionen einzuordnen. Das kann ein sehr hilfreicher Anker sein und ungewollte gegenseitige Verletzungen vermeiden.

Ein “Kindheits-Erlebnis-Abend” mit einem guten Glas Wein bildet einen schönen Rahmen in dem ihr Euch gegenseitig von früher erzählen könnt. Ein paar Kinderfotos und Lieblingsgegenstände aus der Kinderzeit machen die Erinnerungen wacher und helfen dem anderen mit abzutauchen in eine Zeit, die die meisten Paare noch getrennt voneinander erlebt haben. Falls Du Deinen Partner oder Deine Partnerin tatsächlich aus dem Sandkasten kennst, habt ihr sogar die Möglichkeit in gemeinsamen Erinnerungen zu schwelgen.

Achte bei Eurem Gespräch auf Deinen Partner und beobachte feinfühlig seine Reaktionen und Emotionen.

 

Anregungen und Fragestellungen für einen gemeinsamen

Kindheits-Erinnerungs-Abend:

 

Was hast Du als Kind besonders gerne gemacht?

 

Mit wem hast du gerne Deine Zeit verbracht?

 

In welchen Momenten warst du traurig?

 

Wann hattest Du Angst?

 

Wie hast Du Deine Schulzeit erlebt?

 

Wie hast Du den Tod eines lieben Familienmitgliedes erlebt?

 

Nicht jede Kindheit besteht aus überwiegend schönen Momenten. Möglicherweise werden durch ein solches Gespräch auch sehr traurige und bewegende Erinnerungen geweckt.

Wenn ihr bei einem von Euch bei dieser Gelegenheit sehr überschießende Reaktionen beobachten oder gar eine traumatische Erfahrung zur Sprache kommt, dann seid dankbar und froh darüber. Denn nun habt ihr die Gelegenheit, belastende Erlebnisse anzuerkennen und zu bearbeiten. Wenn Du etwas derart belastendes mit dir herum trägst, dann ist nun die beste Zeit für Dich zu sorgen und zu prüfen, was für Dich der richtige Weg ist unbelastet den Weg in die Elternschaft anzutreten.

Falls nötig, suche einen geeigneten Psychotherapeuten, der Dich eine zeitlang begleiten kann und Dich unterstützt, Deine Vergangenheit gut zu verarbeiten.

Eine Portion Schlaf zum Mitnehmen bitte – ganz ohne Ratgeber

Es ist wieder eine mediale Schlacht im Gange. Es gibt da dieses Buch. Dieses sehr böse Buch über Babys die nicht schlafen wollen. Darin enthalten ist ein kinderfeindliches  Rezept zur langfristigen Ruhigstellung in der Nacht. In abgekürzter Geheimsprache heißt es JKKSL (comprende?). Gegen das Buch gab es eine Petition, die Autorin erlitt einen “shitstorm”    (-> das neue “Mobbing” in Internetsprache) und bekam die Möglichkeit in einem Interview in der Zeitschrift Eltern Stellung zu beziehen.

Das Interview wurde dann wiederum zahlreich auf Blogs und in Onlinemedien analysiert, differenziert, auseinandergenommen. Ich sag´s jetzt mal in ein paar ganz einfachen Worten, was ich grundsätzlich von Büchern dieser Art und übrigens auch allen möglichen anderen “Ratgebern” halte, die eine bestimmte Technik oder “Verfahren” in irgendwelchen Angelegenheiten rund um das Leben mit Kindern enthalten: “What the f… interessiert es mich, was selbsternannte Experten da draußen für den “richtigen Weg” Kinder groß zu ziehen halten.

Jedes Kind kann Schlafen lernen” steht nur als ein Werk für eine ganze Generation von seltsamen Ratgebern, deren Autoren erkannt haben, dass das dringende Schlafbedürfnis von Eltern, die Sehnsucht nach ein bisschen Ruhe und Frieden eine echte Marktlücke darstellten.

Das Durchschlafbuch – die sanfte Schlafkur für Dein Baby” ist ebenfalls aus dieser Kategorie. Bereits das “sanft” und “für Dein Baby” im Titel suggeriert Eltern die am Ende ihrer Kräfte sind, wahre Wunder. Geschicktes Marketing so wie sich eine braune Flüssigkeit mit Kohlensäure seit Jahrzehnten bestens verkauft weil die Werbung suggeriert: “Trink mich und du bist sooooo cool…” Die Titel von solchen Büchern rufen: “Lies mich und du wirst soooooo ausgeschlafen sein.” (Ist die Botschaft erst mal angekommen, ist der Preis der dafür bezahlt wird erstmal nebensächlich. In diesem Fall geht es um das Vertrauen des Kindes.) Mach Dich frei von der Suggestionskraft von außen und vertraue statt dessen doch einfach Deinem Gefühl…

Was wirklich fehlt sind kinderfreie Zeiten in denen Mütter und Väter ihre Kinder in besten Händen wissen und regelmäßig ein paar Stunden das tun können, wonach ihnen der Sinn steht.  Das ist im Grunde genommen von Anfang an Möglich. Ein heißes Bad hinter verschlossenen Badezimmertüren, ein Spaziergang allein ins Lieblingscafé oder ein paar Stunden Schlaf am Stück. Klingt traumhaft oder? Das können Elternpaare sich gegenseitig ermöglichen. Optimal erhalten sie dabei Unterstützung von Außen durch Familie und Freunde die gerne Zeit mit Kindern verbringen und für sie da sind, wenn die Eltern mal unter sich sein möchten. Dann entsteht ein dynamisches Familienleben, in de alle ihre echten Bedürfnisse einbringen können.

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Wenn Du schläfst dann wache ich und wenn Du rufst, dann bin ich da!

Eines der essentiellsten Bedürfnisse von Babys und kleinen Kindern ist körperliche Nähe zu den Eltern. Lange Zeit suchen sie diese auch im Schlaf oder zumindest im Übergang von einer Schlafphase in die andere, oder wenn sie Nachts mal Pipi müssen, oder Durst haben. Ob es irgendwelche Studien gibt die belegen, dass das gut ist für Kinder, wenn sie in den Schlaf gestillt werden oder auf Papas Bauch einschlafen ist mir ehrlich gesagt total wurscht. Ich weiss es, weil meine Kinder es so kommunizieren. Das reicht mir als Antwort völlig aus.  Der Gedanke, dass immer mehr Eltern wieder in ihr GEFÜHL kommen im Umgang mit ihren Kinder und den Bedürfnissen der eigenen Familie, gefällt mir viel besser als ein verbotenes Buch.

Mein Fazit ist: Weiter dran bleiben und jeder Frau helfen ihre eigene Antwort zu finden indem ich ihr sage: “Du weisst es besser – denn die Expertin ist in Dir!”

Wenn die Zahnfee im Haus herum glitzert…

…dann hat unser Schulmädchen einen Milchzahn verloren.

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Gestern war es wieder soweit. Und weil das so aufregend ist und Kinder so unglaublich viel Phantasie haben, war der ganze Nachmittag irgendwie… zauberhaft.  Der Freund vom Schulkind war auch gerade da und so gingen Bruder, Schwester und Freund gemeinsam auf Spurensuche. Mit Taschenlampen wurde der Flur ausgeleuchtet und hier und da noch ein bisschen Weihnachtsglitzer gefunden. Das war so aufregend, dass ich unbedingt mit suchen musste. Gut, ich bin dabei nicht auf allen vieren gekrabbelt aber es ist ja auch gut, wenn einer oben guckt;-)

So schlichen wir also den Flur entlang und immer wenn einer der drei Feensucher ein Geräusch gehört hatte wurde mucksmäuschenstill mit der Lampe in Ecken und unter Schränke geleuchtet. Und dann geschah das Wunder… Im Schein der Taschenlampe rieselte dann ganz leise Goldglitzer auf die Kinder herunter… Was für ein Fest: “Jakob!! Du hast plötzlich Glitzer in den Haaren!” “Ja, Viki und Du jetzt auch!” Es war sensationell schön.

An der Badezimmertür verlor sich zunächst die Spur, doch dann das Wunder: Hinter dem Vorhang war im Lichtschein der Schatten der Zahnfee zu sehen…. Ganz leise schien sie dort vor dem Fenster zu tanzen… Wir wollten sie nicht stören und genossen den stillen und ganz und gar geheimnisvollen Augenblick.

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Am Abend bettete Viktoria ihren Zahn liebevoll in einer Tiffany-Schachtel und legte noch ein kleines Armband für die Zahnfee dazu. Am nächsten Tag fand als Dank für den feinen weißen Zahn ein Geschenk wie es nur von einer Fee kommen kann. Die Fee nimmt sich nun ein bisschen weißen Staub vom kleinen Milchzahn für ihr Haus und dann bringt sie ihn wieder zurück ins Zahndöschen in unserem Wohnzimmerschrank.

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Hach, wie ich so was liebe… Es war genau so schön wie im Sommer vor 2 Jahren, als wir in unserem Hof den Topf voller Gold(bonbons) entdeckt haben, der nur am Fuß des Regenbogens zu finden ist. Aber das ist eine andere Geschichte…

Be glamorous & beautiful with me in 2014

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Der Januar feiert Halbzeit und nun nimmt das neue Jahr langsam Fahrt auf. Mit dem neuen Blog habe ich viele Ideen mit in 2014 hinein genommen und nun wird der gefüllte Koffer laaaangsam und genüsslich ausgepackt. Es geht los:

Be glamorous and beautiful in 2014! 

Vielleicht ist Familienleben noch gar kein Thema für Dich

Vielleicht bist Du schwanger und erwartest ein Kind

Vielleicht bist Du gerade Mama geworden

Vielleicht lebst Du in einer kleinen Familie

Vielleicht lebst Du in einer großen Familie

Vielleicht sind Deine Kinder längst groß

Vielleicht lebst Du ohne Mann und Kind

Vielleicht lebst Du mit Kind und ohne Mann

Vielleicht fragst Du Dich manchmal (oder auch ziemlich oft):

Wer bin ICH eigentlich (jetzt mal so ganz ohne Kinder, Mann, Familie und so)

…und wann habe ich mich zuletzt als Frau so richtig gefeiert

…und wann war ich zuletzt rundum glücklich beim Blick in den Spiegel

… und wann habe ich mir selbst so viel Freude gemacht, dass mir das Glück aus den Augen funkelte

Ist schon länger her? Auf in ein neues Jahr… hol Dir Dein Strahlen zurück

…oder entdecke es neu

Alle männlichen Leser dürfen sich hier übrigens genau so wohl fühlen. Hier kann mann viel lernen;-)

Freue Dich auf ein königliches Jahr mit 

Body-and-Soul-Stylinginspirationen

Blick ins Beautycase

Gedanken zum Genießen

Hebammenwissen

Fashion für Frauen, Männer, Kinder – stylish, unkompliziert, familientauglich

Rundum schönes Wochenbett

Schickes für die Stillzeit

Healthy living

Familiengeschichten

natural make-up tutorials

In dieser Woche ist Fashion week in Berlin und ich bin unterwegs um interessante und ungewöhnliche Labels zu finden, die zum Kindersegen-Style passen und einen Look repräsentieren, der stylish und unkmpliziert ist. Mode von der Du lange etwas hast und die sich  optimal an neue Situationen anpasst.

Ich freue mich schon riesig darauf, Euch das alles zu zeigen.

❤ Anna