Weihnachtswerkstatt Teil 1

In der Adventszeit mag ich besonders die geheimnisvolle Abendstimmung, die erahnen lässt, dass das Christkind und seine Helfer mit der Vorbereitung der Weihnachtsgeschenke beschäftigt ist. Wenn die Kinder schlafen, dann verwandelt sich das Wohnzimmer noch für ein paar Stündchen in die Weihnachtswerkstatt. Das Geschenk für mein großes Mädchen ist in diesem Jahr mein erstes Adventsprojekt. Schon lange wünscht sich Viktoria ein ähnliches großes Puppenmädchen, wie ich im Frühjahr eines für mich selbst genäht habe. Damit es in jedem Fall hübsch frisiert und mit freudig erwartungsvollem Blick unter dem Tannenbaum seine kleine Puppenmama begrüßen kann, habe ich mir den zweiten Advent reserviert um das blonde Puppenmädchen zum Leben zu erwecken. Mit einem halb fertigen Puppenkind im Gepäck bin ich nach Prenzlauer Berg gefahren um dort in gemütlicher Runde gemeinsam mit anderen Frauen zu werkeln, und flauschiges Puppenhaar einzuknüpfen.

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Ich bin ganz hin und weg, wie schön sie geworden ist und kann nun selbst den Heiligen Abend kaum erwarten, wenn der kleine Familienzuwachs unterm Tannenbaum darauf wartet entdeckt zu werden. Sie wird dann das rosa-pinkfarbene Ballettoutfit anhaben. Mit passenden Schuhen und Haarband dazu. Das geringelte Balletttrikot wird im Sommer auch ein prima Badeanzug sein.

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Einen warmen Filzmantel und Pudelmütze bringt das Christkind bei Omi und Opi. So kann es gleich los gehen zum ersten Spaziergang im Schnee.

imageOb ich mich jemals mit dem Nähen von Puppenkleidung anfreunden kann weiss ich noch nicht. So sehr es mir Freude macht, eine Puppe entstehen zu lassen, so sehr liebe ich es, Kleidung für sie auszuwählen, die schon fertig ist. Mit der Nähmaschine und mir habe ich einfach noch nicht so viel Geduld. Zum Glück ist die allerschönste Puppengarderobe schon erfunden worden und so war es ganz leicht, das passende zu finden. Alles für unser neues Puppenkind stammt, ebenso wie der Schnitt für die Puppe, aus der Mariengold  – Manufaktur in Berlin.  Danke Maria, für den wunderbaren 2. Sonntag im Advent. Das gemeinsame Nähen und Beisammensein mit Dir und Deinen Kursfrauen hat wieder einmal so viel Freude gemacht.

Nun beginnt die Arbeit am Weihnachtsgeschenk für Jonathan-Jakob. Dafür brauche ich vor allem den Computer, ein paar kreative Gedankenschübe, digitale Fotos und gute Ideen für den Text. Mehr dazu später, im zweiten Teil der Weihnachtswerkstatt…

White Christmas – mein Gastblog bei Ambrosia Wedding

Am ersten Adventswochenende haben wir unser Wohnzimmer in ein Fotostudio verwandelt um die Schmuckkollektion für den Shop und den Hochzeitsblog von Ambrosia-Wedding winterlich in Szene zu setzen und zu fotografieren.

Die ganze Familie hat fleißig mitgeholfen zu drapieren, dekorieren und nach dem Shooting die schokoladigen Dekoelemente zu vernichten. Wer will schon einen Haufen Kugel-Pralinen  wieder zurück ins Papier einwickeln? Eben…

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In Zusammenarbeit mit Hochzeitsplanerin Anna von Ambrosia wedding lade ich Euch heute ein, ihren wunderschön gestalteten Hochzeitsblog zu besuchen. Dort findet ihr meinen Gastartikel  für einen glanzvollen Weihnachsts- und Silvesterabend. Geschenk- und tolle Verpackungsideen und viele tolle Inspirationen, nicht nur für bevorstehende Hochzeiten teilt Anna leidenschaftlich gerne mit Euch in ihrem Adventskalender. Schaut mal vorbei und genießt die süßen und glitzernden Momente der Vorweihnachtszeit. Vielleicht findet ihr das ein oder andere Lieblingsstück. Meins ist die Schneeeule, die meine große Tochter direkt so sehr ins Herz geschlossen hat, dass sie nach dem Shooting bleiben durfte. Sie hört nun auf den Namen “Daisy” und begleitet Viktoria als Talisman auf Schritt und Tritt. Eine tolle Geschenkidee für kleine und große Prinzessinnen.

Mal eben vier Jahre aufgeholt und das Muttiheft gibt´s wirklich

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Wenn zwei Freundinnen sich vier lange Jahre nicht gesehen haben und dann wieder live und in Farbe aufeinander treffen,  sind viele Unwägbarkeiten vorprogrammiert.

Wie werden sich die Kinder verstehen, die sich zum ersten Mal gegenüber stehen und im besten Fall fünf Tage lang “schön spielen gehen” sollen, damit wir  in Ruhe all das nachholen und miteinander teilen können, was uns unter den Nägeln brennt…

Was ist, wenn wir uns beide so wahnsinnig doll verändert haben, dass wir überhaupt gar nicht, kein bisschen eine ordentliche Portion Alltag miteinander aushalten (Berlin ist schließlich kein Ponyhof  Schülerinnenwohnheim)…

Zwei Bilder der Ruhe und des voradventlichen Friedens zeigen: Es hat funktioniert. Die Geräuschkulisse wurde ausgeblendet. Seid froh, dass das hier kein Video-Blog ist.

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Auch wenn das Wohnzimmer schon wieder anders aussieht als vor einer Woche, möchte ich vom neuen Couch-Platz jetzt gerne “Mein rechter rechter Platz ist frei, ach nee da liegt ja ein schlafendes Kind ich wünsche mir mein Landei herbei” spielen. Los, komm wieder her.

Kleines großes Deutschland, warum hast du nur so viele Autobahnkilometer… und warum ist Brandenburg eigentlich nicht im Sauerland, oder umgekehrt, oder Berlin in ähm NRW?

Dann gäbe es dort auch diese einzigartigen und herrlich abscheulichen MUTTIHEFTE. Ja, liebe Mit-Wessis ihr habt richtig gelesen. Für mich eine der sehenswertesten Attraktionen der Hauptstadt, die ich meinem lieben Landei unbedingt zeigen musste. Das Muttiheft in den Berliner Schreibwarenläden. Es entstand dieses Beweisfoto eines besonders aussagekräftigen Exemplares. Es scheint, als sei damals die Luftbrücke ausgefallen, als Alice Schwarzer die Emanzipation über unser Land ergoss und dieses Versäumnis ist bis heute nicht nachgeholt worden.

Ich interpretiere das Design folgendermaßen: Vater und Sohn waschen, vermutlich am Samstag Vormittag, den Hund mit dem Gartenschlauch, gleich nach dem Familienauto, während die MUTTI im MUTTIHEFT nachliest, was die Lehrerin der MUTTI wichtiges mitzuteilen hat.

Ja ich weiss, es ist gruselig. Und damit ist gesagt, was endlich mal gesagt werden musste. Das ist die Wahrheit über Berlin. Never-ending-Kitaplätze, working mum, Latte-macchiato-Mütter, Gleichberechtigung, fashion-week, Kreuzberger Nächte, Kinderwagen-Kino – alles gelogen. In Wirklichkeit gibt es hier das MUTTIHEFT.

Mein liebes Landei wusste sofort: Die Sorge, wir würden vielleicht mittlerweile in völlig verschiedenen Welten leben war so was von unbegründet, oder gibt es bei Euch im Waldkaff etwa kein Muttiheft? Ah, verstehe, ihr seid da noch nicht so weit. Tja, die Berliner sind dem Trend  immer voraus. 25 Jahre mindestens 😉

Danke für die wunderbare Zeit mit Dir. ❤ Dein Stadtkind

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Und, wen habt Ihr viel zu lange nicht gesehen? Wie wäre es mit einem spontan geplanten Besuch bei der Herzensfreundin/ dem Herzensfreund? Das bring garantiert 1000mal mehr Weihnachtsstimmung als jeder Weihnachtsmarktbesuch und wärmt viel länger als ein Glühwein im Stehen.